Heute möchte ich euch ein erstes kleines Praxisbeispiel vorstellen. Ein Kumpel von mir baut mit seiner Freundin ein altes Haus aus – um genau zu sein, ein Wohnhaus mit altem Sägewerk. Ein tolles Grundstück mit viel grün, historischen Geräten und viel Arbeit. 🙂

Das Haus selbst ist von guter Substanz, das Dach neu (Schiefer) und die Gemäuer trocken. Bisher mussten aber umfangreiche Baumaßnahmen gestemmt werden. Dazu zählten eine komplett neue Elektrik, Wasser und Heizung. Neben kleinen Änderungen an der Raumaufteilung eine Unmenge an Arbeit, die sich aber auszahlt.

„Kabelsalat“ durch Cat6

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8er Patchpanel in einem Heimnetzwerk

Für dieses Projekt bietet sich natürlich ein Blick in die Zukunft an und was mit intelligentem Wohnen alles möglich ist. Neben der neuen Elektroverkabelung, wurden in allen Räumen Netzwerkkabel des Typs Cat6 verlegt, die zentral zusammenlaufen. Cat6 ist gigabit fähig und für Privathaushalte völlig ausreichend. Das kleine 8er Patchpanel verbindet das Gigabit-Ethernet mit den ersten Räumen und über die später angeschlossene FRITZ!Box (AVM) mit dem Internet. Natürlich wird auch ein WLAN aufgebaut, was sich vom Keller bis zum Dachboden und in den Garten erstrecken wird.

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TV-Vorbereitung mit Netzwerkanschluss

Die Wohnstube ist bereits mit einem festen Netzwerkanschluss (RJ45 Dose) gut vorbereitet, damit der FlatScreen online gehen kann. Netzwerkkabel deshalb, damit das spätere streamen von Filmen aus dem Internet (Mediathek) oder vom NAS reibungslos und ohne Bildstörung funktioniert.

Ein besonderes Highlight ist die extra geschaffene Vertiefung, die den FlatScreen bündig in die Wand integriert. Die dazugehörige Halterung wird mit Stellmotoren ausgestattet sein, die den Fernseher per Knopfdruck in die vorher gespeicherte Position fährt.

Natürlich wird die Steuerung auch per Smartphone oder Tablet realisiert. Das Ambiente der Wohnstube wird mittels indirekter LED-Beleuchtung aufgewertet und ebenfalls steuerbar sein. Der neue „analoge“ Kamin wird an kalten Winterabenden ebenfalls seinen Beitrag leisten, um den Wohlfühlfaktor zu steigern.

Wohlfühlfaktor Heizung

Damit es auch überall angenehm warm wird, ist im gesamten Haus Fußbodenheizung verlegt, die von einer neuen Viessmann Gastherme versorgt wird. Die Regelung wird von der RWE SmartHome Fußbodensteuerung übernommen. Diese ist in der Lage mit bis zu 8 Raumthermostaten individuelle Wärmebereiche zu regeln, die über die RWE SmartHome Zentrale eingestellt werden.

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Fußbodensteuerung mit RWE SmartHome

Ist das nun ein SmartHome Haus?

Während ich diese Zeilen verfasse, stell ich mir die Frage:
Wo und Wann fängt eigentlich ein SmartHome Haus an? – Jeder wird für die Frage eine andere Antwort haben, denn je nachdem wie offen man der Technologie gegenübersteht, sind die Lösungen und Anwendungsbereiche unterschiedlich.

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Zentraler Anschlusskasten

Ich finde es toll, dass die Grundlagen am alten Sägewerk-Wohnhaus vorhanden bzw. geschaffen worden sind. Neben festen Netzwerkanschlüssen in allen Räumen, wurde die Elektroverkabelung so angelegt, dass ein eigener Stromkreis durch alle Fensterlaibungen führt.  Alle Leitungen laufen ebenfalls in der Schaltzentrale zusammen. Durch diese Lösung lässt sich  z.B. die gesamte Weihnachtsbeleuchtung per Schaltsteckdose anschalten, natürlich ebenfalls über Smartphone oder Tablet.
Es zeigt, wer sich im Vorfeld zur Heimvernetzung Gedanken macht, kann bereits bei der Installation von Elektrik und Heizung die richtigen Vorkehrungen treffen, damit die eigenen 4 Wände intelligent werden. Die Kernfrage, ob eine zentrale Steuereinheit (CCU2 von Homematic oder Z-Wave) zum Einsatz kommt, ist derzeit noch offen…

In den nächsten Beiträgen werde ich immer mal wieder über die Fortschritte des „smarten Hauses“ berichten.

Seid gespannt, euer Christian 🙂

Bildquelle: HEIMNETZEN.de

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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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