Endlich war es mal wieder soweit! Am vergangenen Samstag ging es zum mittlerweile 9. mobilecamp nach Dresden.

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Die Location des 9. Barcamps: TU Dresden Fakultät Informatik

Gemeinsam mit Dana, die Gründerin der Agentur em.ma, freuten wir uns auf 300 Teilnehmer, spannende Vorträge, viele neue Gesichter und frisches Wissen. Für uns beide war es das erste Mal auf dem mobilecamp in Dresden.

Ein Barcamp ist eine Veranstaltung wo die Vortragsinhalte zu Beginn definiert werden. Es werden anhand der Teilnehmer und dem Interesse an einem Thema die Inhalte für den Tag abgestimmt und Zeit-Slots kategorisiert. Diese Methodik sorgt dafür, dass jeder Teilnehmer sein Wissen individuell einbringen kann. Es entsteht eine lockere, abwechslungsreiche und inhaltlich gute Atmosphäre, um neues Wissen aufzunehmen. Zwischen den einzelnen Sessions bleibt Zeit für kleine Networking-Gespräche.

9:30 Uhr – Wir sind da!
Pünktlich, eine halbe Stunde vor Beginn waren wir da. Schnell noch das Frühstück mitgenommen, reihten wir uns in die letzte Reihe des bis auf den letzten Stuhl besetzten Hörsaals der TU Dresden ein. Schon die Masse der vielen Teilnehmer zeigte, dass es kein kleines Barcamp wird. Die Eröffnungsrede und die anschließende kurze Vorstellung aller 300 Teilnehmer – uns inklusive – löste schon das erste Highlight aus. Jeder Teilnehmer stand auf, nannte seinen Namen, Beruf und 3 #Hashtags. Wir stellten fest, dass sehr viele Entwickler – Java, PHP etc. – vertreten waren. Die Bereiche Marketing und Design kamen eher etwas kurz. Doch das sollte, wie wir später feststellen durften, nicht zum Nachteil werden.

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300 volle Stühle beim 9. mobilecamp in Dresden

Session-Planung für das mobilecamp

Für mich bisher einmalig war der Ansturm beim Vorstellen der Inhaltsthemen für das Barcamp. Gefühlt standen 30 Personen auf und stellten nacheinander kurz ihre potentiellen Sessions vor. Binnen weniger Minuten war das Whiteboard mit den freien Plätzen gut gefüllt. Unsere Ängste, wir sind hier fehl am Platz waren mittlerweile weniger geworden. Grund dafür waren Themen wie Datenschutz, Link-Haftung im Urheberrecht und allgemeine Vorträge wie Augmented Reality oder IoT (Internet der Dinge). #Dochnichtganzfalschhier 😉

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Die Session-Planung am Samstag zum 9. mobilecamp in Dresden 2017

Augmented Reality auf dem mobilecamp in Dresden

Eine fesselnde Live-Session in Sachen AR stellte René Schulte mit einer Microsoft HoloLens-Brille vor. In den ersten Slides ging er auf die Unterschiede von Augmented Reality, Virtual Reality und Mixted Reality ein. Danach zeigte er anschauliche Beispiele aus dem Automobilbereichen Wartung und Reifenherstellung und ließ uns live an seinem Blick durch die AR-Brille teilhaben.

Linkhaftung im Urheberrecht

Die zweite Session ließ uns die Luft anhalten! Dr. Jonas Kahl, von Spirit Legal aus Leipzig, ging auf das Thema Linkhaftung im Urheberrecht ein und schilderte der Runde die Auswirkungen des EuGH. Generell betrifft diese Reglung jeden, der Links auf andere Websites setzen kann. Jeder muss sich jetzt vorher absichern, ob auf der zu verlinkenden Seite keine Urheberrechtsverstöße vorhanden sind – nahezu unmöglich aber so beschlossen durch das EuGH. Auch in Sachen Streaming gibt es Neuerungen, die nicht unbedeutend sind. Jeder der mit dem Thema etwas zu tun hat, sollte sich das anschauen.

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Die neuen Fallstricke: Linkhaftung im Urheberrecht, Quelle: Spirit Legal

Das neue Datenschutzgesetz

Ab Mai 2018 wird das neue Datenschutzgesetz aktiv gesetzt. Dieses wird so umfassende Änderungen bringen, dass ich an der Stelle nicht alles aufführen werde und möchte. Zu groß ist meine Angst etwas Falsches darüber zu schreiben.
Generell wird der Schwerpunkt auf B2C B2B liegen und der Jugendschutz wird weiter verschärft. So müssen neue Methoden der Altersverifizierung oder Konzepte zur Speicherdauer von personenbezogenen Daten angepasst bzw. überarbeitet werden. Natürlich spielt auch die Cookie-Nutzung mit Zustimmen und Widersprechen weiterhin eine wichtige Rolle.

Wie bleibe ich Up to Date und was machen Prominente auf YouTube?

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Hannes Mehring von CrowdTV erklärt Use Cases für YouTube

In der Session mit Tommy Mühle gab es hilfreiche Tipps, wie sich nicht nur Entwickler auf dem aktuellsten Stand halten und mittels Feedly oder anderen Diensten keine Information mehr verpassen. Eine gute Weiterbildung für unterschiedliche technische Dinge ist auch das Betreiben eines eigenen Blogs. Dieser fordert neben dem Coding auch die Erstellung von Inhalten ab und ein gewisses Zeitmanagement diesen regelmäßig zu pflegen.
Auch in Sachen YouTube zeigte uns Hannes Mehring von CrowdTV allerhand interessante Hintergründe. In seiner Session plauderte er aus dem Nähkästchen über YouTube-Konsumenten und deren Wünsche. In Summe sehr coole Ansätze für den Ausbau einer starken Community.

Nach guten acht Stunden endete unser Tag schließlich gegen 18:30 Uhr und wir traten die Heimreise an. Danke für dieses tolle Barcamp und die super Organisation. 🙂

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Bis nächstes Jahr – Dana & Christian 😉
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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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3 Comments

  • Guter Bericht, das Thema Linkhaftung im Urheberrecht hat mich aufhorchen lassen. Generell kann ja jeder Blog-Kommentator oder Seiten-Admin Links auf Seiten jeglicher Art setzen. Wie sich das der EuGH im Detail vorstellt, wird sich im tiefen Nebel der Rechtsprechung befinden. Das macht nicht wirklich Lust sich auf interessante Seiten bzw. Content zu verlinken. Demnächst verschwindet dann auch das Feld Homepage aus dem Kommentarbereich? Und anstatt des Absende Button „Kommentar abschicken“ steht dann dort prüfe Urheberrechtsverletzungen?

    • Christian

      Hallo René,
      hoffentlich wird es nicht dazu kommen! Durch diese neue Art Linkhaftung wird schon das ganze Prinzip des Internets irgendwie in Frage gestellt. Das scheint aber dem EuGH mehr oder weniger bekannt zu sein, wenn man sich Tendenz anschaut… Bleibt zu hoffen, dass es im Sande verläuft alle das irgendwie wieder vergessen…

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