Smart Home ist mehr als nur miteinander vernetzte Haushaltselektronik. Smart Home. Das Wort Smart kann sehr unterschiedlich übersetzt werden. Im Falle von Smart Home wird es als positive Eigenschaft übersetzt: intelligent, pfiffig aber auch als elegant und tüchtig (im Sinne von leistungsfähig).

Home – das Zuhause. Der Ort, wo wir uns (normalerweise) am wohlsten fühlen, vor allem wenn es unser eigenes Zuhause ist. Mein eigenes Zuhause  das verspricht Kontrolle und selbstkontrollierbare Sicherheit. Smart Home. Das intelligente, pfiffige, tüchtige und am besten elegante eigene Zuhause. Bezogen auf unsere postmoderne, technosoziale Gesellschaft soll Smart Home vor allem den Menschen unterstützen und entlasten. Anstrengende, unangenehme oder sich wiederholende Aufgaben übernehmen und möglichst automatisieren, mehr Sicherheit, Komfort und Freizeit schaffen.
Smart Home ist also weit mehr als nur miteinander vernetzte Haushaltselektronik.

Vernetzung

Smart Home Steckdose
von Intel Free Press [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Ein Kernstück der derzeitigen technischen Entwicklung ist die Vernetzung. Etwas, das wir Menschen seitdem wir existieren mehr oder weniger gut tun. Ein soziales Netz aufbauen. Familie, Freunde, Kollegen, Bekannte usw. Dieses Konzept übertragen wir gerade mit aller Macht auch die uns zur Verfügung stehende Technologie.

Wir machen Technik intelligenter (so meint man jedenfalls), indem wir sie miteinander vernetzen, immer ausgeklügeltere Algorithmen und Programme entwickeln, die uns unterstützen. Diese Entwicklung zieht sich durch alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Politik 2.0, Verwaltung 2.0, Industrie 4.0, Medizin/Gesundheit 2.0, Web 2.0, Smart Home usw.

Künstliche Intelligenz

Bezogen auf Smart Home sprechen wir gerne von der (manchmal auf den ersten Blick komisch erscheinenden) Vernetzung „einfacher“ Haushaltelektronik, von Heimvernetzung.
Neben der recht „trivialen“ Vernetzung ist die künstliche Intelligenz ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor. Erst die künstliche Intelligenz macht unser Zuhause smart.
Auf die Ausprägung der künstlichen Intelligenz und das, was Sie tut haben wir Einfluss, ja Kontrolle – und das ist ein zentraler Punkt im Konzept von Smart Home und überhaupt der Grund für diesen Blogbeitrag.
Die Herausforderung ist recht simpel: Die zunehmende Vernetzung und der Einzug einer neuen Form technologischer Komplexität in jeden Bereich unseres Lebens
entziehen uns die Kontrolle über die alte und neue Währung: Information, Wissen.

Logik und Lebensgefühl

Smart Home ist ein Lebensgefühl – weit mehr nur miteinander vernetzte Haushaltselektronik. Wie jedes Lebensgefühl sollte auch dieses reflektiert werden: Kontrolle vs. Komfort oder Komfort und Kontrolle? Nicht immer lässt sich dieser Konflikt zufriedentstellend auflösen, aber wir sollten darüber nachdenken, was möglich ist.

Ich mag Smart Home, ich mag den Komfort, die Vielfalt und die Möglichkeiten  ich sehe jedoch auch Risiken, die gut bedacht sein wollen. Daher möchte ich diesen Blogbeitrag als Appell an die Intelligenz und das logische Denken aller Leser richten. Ob Einsteiger oder Profis: Denkt einmal mehr drüber nach, wie und in welcher Form ihr euer Zuhause und eure Lebensrealität smart macht. Und denkt nach, ob Oma wirklich eine Bluetooth-Zahnbürste zu Weihnachten braucht.

Weihnachten 2.0 in deinem Smart Home

In diesem Sinne wünschen wir euch reichlich beschenkte, ruhige und vernetzte Weihnachtstage. Erholt euch gut von der technologischen Komplexität und versucht es mit stinknormaler sozialer interaktion – auch miteinander reden genannt.
Nächstes Jahr geht es frisch und munter weiter mit Smart Home, Heimvernetzung und Gedankenspielen rund um Raspberry Pi, KI und Co auf heimnetzen.de

 

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