Wir kennen sie alle, die Satellitenschüsseln auf den Dächern von Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern oder an großen Wohnblöcken – manchmal fügen sich diese unauffällig in die Umgebung ein, manchmal weniger.

Aber was haben Satellitenschüsseln mit Heimvernetzung zu tun?

Das und die grundlegenden Details möchte ich euch in diesem Beitrag mitgeben.
Dazu ist es erforderlich, dass man sich grob vorstellt, wie das Sat-System in den heimischen 4 Wänden installiert bzw. aufgebaut ist. Beginnen wir auf dem Dach mit der eigentlichen Sat-Schüssel, das passende LNB und einer eventuellen Umschaltmatrix. Von der Matrix gehen die Kabel an den jeweiligen Sat-Receiver in der Wohnstube, Küche, Schlafzimmer und Kinderzimmer. Letztlich führt das HDMI Kabel aus dem Receiver an den Fernseher.

Ergebnis:

  • es müssen extra Leitungen an jedes Gerät verlegt werden
  • man ist an gewisse räumliche Stellplätze gebunden
  • in der Regel benötigt man einen passenden Receiver, Ausnahme der Flat TV unterstützt DVB-S
  • man hat eine 2. zusätzliche Fernbedienung
  • der Receiver ist ein weiterer Stromverbraucher

Was ist SAT-IP?

Mit Hilfe des bestehenden Heimnetzwerkes und der Lösung „SAT-IP“ ist es möglich, dass TV-Signal von der Satellitenschüssel ins Heimnetzwerk zu speisen – über das Netzwerkkabel zu „transportieren“ und am TV-Gerät über den Netzwerkanschluss (RJ45) wieder auszugeben.
Die Technologie funktioniert auch per WLAN, was es zusätzlich ermöglicht die mobilen Endgeräte mit einem Fernsehbild auszustatten.
Für SAT-IP bleibt die Satellitenschüssel erhalten und wird an einen sogenannten Sat-IP-Server angeschlossen, welcher dann die Signale über das Netzwerk bereitstellt. Unterstützt das heimische TV Gerät diesen Standard (welcher einheitlich und nicht herstellergebunden ist), entfällt der Receiver der sonst an jedem Flat nötig wäre. Mir ist bisher nur bekannt, dass Panasonic SAT-IP bei einigen Geräten anbietet.

Gut aufbereitet ist das Thema auch in diesem veröffentlichten Video-Clip des Herstellers.

Wer jetzt denkt die Technik ist neu, der irrt. Seit bereits 2012 gibt es Möglichkeiten das Fernsehbild von der Satellitenanlage auf den Fernseher zu bringen.

Details:
Ein klarer Vorteil ist der Wegfall von zusätzlichen Leitungen von der Satellitenschüssel zum Receiver.
Der Aufwand für die Installation ist in dem Fall gemindert, weil keine extra Leitungen und Kabel verlegt werden müssen. Vorausgesetzt ist natürlich ein gut ausgebautes Heimnetzwerk (LAN/WLAN). Die generelle Installation des Sat-IP-Servers ist einfach – man benötigt nur einen Zugang zum Satellitenkabel was an den Sat-IP-Server angeschlossen wird und dieser dann per Netzwerkkabel die Daten an einen Router (Bsp. Fritz!Box) weitergibt.

Ich selbst konnte das bisher noch nicht testen, weil ich „Kabel-Kunde“ bin und mir die derzeitigen TV-Kanäle ausreichen. Ich finde, man kann sich gerade bei Neubauten oder Wohnungsrenovierungen mit diesem Thema auseinandersetzen.
Grundlegende Informationen stellt ebenfalls diese Website (in englisch) bereit.

Viele Grüße, Christian 🙂

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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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