„Die unendliche Geschichte“ – so ist es für mich gerade eine geeignete IP-Kamera für das heimische Netzwerk zu finden. Wie ein Spontankauf zum Fehlkauf wurde und die Bildqualität einem das Fürchten lehrte!

IP-Kamera-Dschungel verstehen

Auch ich musste lernen, dass es gefühlt hunderte unterschiedliche Versionen von Netzwerk-Kameras gibt – wobei ich untertreibe bestimmt noch. Die Kategorie Indoor und Outdoor ist da noch die „Einfachste“ – auch die Spannungsversorgung via PoE (Power over Ethernet) ist nachvollziehbar und begreifbar.
Die erste große Herausforderung ist die Integration bzw. Konfiguration der Kamera in die eigene IT-Struktur. Jede IP-Kamera hat spezielle Vorlieben (vielleicht sollte ich eher unmögliche Besonderheiten sagen). Das Konfigurationsbackend ist meist verwirrend, extrem vielseitig und nicht immer nachvollziehbar trotz englischer Gebrauchsanweisungen.

Fordernd wird es dann bei den Megapixelen im Verhältnis zur eigentlichen Bild- und Kameraauflösung. Viel Megapixel heißt nicht automatisch bestes Bild. Hat man den eigenen Lernprozess bis zu diesem Punkt erreicht, was für einen selbst das passende Produkt ist, kommt der Nachtmodus hinzu. An der Stelle trennt sich sprichwörtlich die Spreu vom Weizen und zeigt die Qualität der IP-Cam. Eines haben alle IP-Cams gemein, eine oder mehrere Infrarot-LEDs sorgen für ein besseres Bild bei Dunkelheit oder Nacht. Über die Optik, wie die Infrarot-LEDs angeordnet sind, lässt sich streiten – weniger schick wechselt sich mit unschick ab. Nicht immer sind aber die Bilder im Nachtmodus mit Infrarot-LEDs besser als ohne.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

  • sehr viele unterschiedliche IP-Kamera Modelle am Markt
  • die Megapixel-Zahl ist nicht entscheidend über die Bildqualität
  • Nachtmodus ist nicht gleich Nachtmodus
  • Konfigurationsbackend immer anders
  • Infrarot-LEDs sind im Nachtmodus immer mit dem menschlichen Auge sichtbar

    5mp-ip-kamera
    5 Megapixel IP-Kamera in der Abenddämmerung

IP-Kameras und Datenschutz

mini-ip-kamera
Mini IP-Kamera

Einige, aber nicht alle IP-Kameras benötigen für den Betrieb einen Account beim Hersteller. Dieser Account dient unter anderem dazu, dass man über eine spezielle Hersteller-App von unterwegs auf die Kamera zugreifen kann. Jedem sollte aber bewusst sein, dass der Hersteller theoretisch auch das Kamerabild abgreifen kann, abgesehen von möglichen Hackerattacken. Diese Lösung ermöglicht auch, dass ihr Snapshots direkt in die Hersteller-Cloud speichern könnt.
Genauso müsst ihr berücksichtigen, auf was ihr eure Kamera richtet. Erlaubt ist nur den eigenen Grund zu überwachen. Aufnahmen von öffentlichen Plätzen, wo eindeutig Gesichter zu erkennen sind, sind nicht zulässig. (An der Stelle keinerlei Rechtsberatung und Garantie auf Richtigkeit)

Integration in eigene Netzwerkstrukturen

In meinem Fall habe ich keine spezielle Herstellerlösung in Form einer Basisstation (Bsp. Fibaro/Z-Wave) wo ich über gewisse Einstellungen das Kamerabild auf dessen Server bereitstellen kann.
Bei den mittlerweile fünf unterschiedlichen getesteten IP-Kameras stellte sich heraus, dass ich nur eine für meine Lösung nutzen könnte. Die Einbindung in eine klassische Website bspw. über eine Frame-Technologie stellt für mich zusätzliche Hürden in den Weg. Eine einfache „div-ip-adresse-form“ Quellcode-Struktur ist nicht möglich. Funktioniert es, fehlt die automatische Aktualisierung des Snapshot. Sicher ist meine Lösung nicht alltäglichste, dafür aber besonders 😉

Noch lange nicht am Ende

Ich könnte noch mehr zu meinen bisherigen Erfahrungen schreiben, möchte euch aber an der Stelle nicht abschrecken 😉 Eines ist sicher, wenn alles funktioniert, egal mit welcher Lösung ist das eine tolle Sache, etwas mehr Sicherheit zu haben.

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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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