Der Suchmaschinengigant Google kaufte vor etwa 3 Jahren das Smart Home-Unternehmen Nest. Dieses ist seit der Neuausrichtung ein eigenes Tochterunternehmen vom Unternehmen Alphabet. Alphabet ist der neue Konzernname, welcher seit 2015 im Zuge der Umstrukturierung des Google-Konzerns entstanden ist. Mit Alphabet als Muttergesellschaft, reihen sich die Tochterunternehmen Nest, Google (die Suchmaschine) oder Fiber in die Firmenstruktur ein.

Nest kommt nach Europa

google-nest-appBereits am Montag, den 16.01.2017, kündigte der Hersteller für fünf europäische Länder an, dass die Produkte jetzt vorbestellt werden können. Die erste Auslieferung soll ab Mitte Februar starten.

Smart Home Produkt-Familie

  • Rauchmelder Nest Protect
  • Außenkamera Nest Cam Outdoor
  • Innenkamera Nest Cam Indoor
  • Selbstlernendes Nest Thermostat

Das Highlight der Nest-Familie ist das lernende Thermostat, welches erst Mitte des Jahres folgen soll. Laut Nest wurden extra für den deutschen Markt umfassende Privatsphäre-Einstellungen getroffen, welche auch weltweit ausgerollt werden sollen.

Die Überwachungskameras werden mit modernster Technologie betrieben, die Menschen erkennt und die Nutzer per Push-Mitteilung informiert. Automatisch – vermutlich nicht einstellbar – werden bei der Variante ohne monatliches Abo bis zu 3 Stunden Videomaterial aufgezeichnet und in eine Cloud gespeichert. Das Unternehmen verspricht, dass die europäischen Daten nach Irland gesendet und dort gespeichert werden. Ob die Daten wirklich dort landen, bleibt fragwürdig. Wie hoch das monatliche Abo wird und welche Leistungen es beinhaltet, ist aktuell noch nicht bekannt. Fraglich bleibt auch, wie die europäischen Anwender auf den „neuen“ Smart Home Hersteller reagieren und ihn aufnehmen werden.

Gegenwind aus München!

Größter Konkurrent von Nest in Deutschland ist das Münchener Unternehmen tado, das sich auf intelligente Thermostate spezialisiert hat. Tado bietet mit dem smarten Heizköperthermostaten Lösungen für die Mietwohnung und Eigenheime an.
Die Münchner freuen sich aber auf den Wettbewerb und wissen, dass Google´s Tochter es über die letzten Jahre in den USA geschafft hat, das Konzept intelligent beheizter Wohnungen und Häuser aus der Wiege zu heben. Millionen Amerikaner nutzen seither smarte Thermostate um Heizkosten zu sparen, Rauchmelder oder Kameras.

Wo kann ich Nest kaufen und wie teuer ist es?

Das Thermostat soll bei einem Preis von etwa 249€ liegen, der Rauchmelder und der CO2-Melder bei 120€. Die Kameramodelle für Innen und Außen bei je 199€. Als Vertriebspartner konnte das Unternehmen aus Mountain View die Elektronikkette Conrad, Amazon, Mediamarkt und Cyberport gewinnen.

Bildquelle: Nest

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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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2 Comments

  • Hallo Christian,

    danke für diesen Artikel. Sehr interessant! Wusste gar nicht, dass Google auch im Bereich Smart Home tätig ist. Hätte man sich natürlich denken könne, nachdem Google in fast allen Bereichen die Finger mit drin hat. 🙂

    Viele Grüße,
    Gerd

    • Christian

      Hallo Gerd,
      danke für deinen Kommentar. Ja, Google hat überall seine Finger drin, so auch bei Smart Home. Es bleibt aber abzuwarten, wie es angenommen und genutzt wird. 😉

      Viele Grüße,
      Christian

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