Mit dem Herbst ist wieder der alljährliche Startschuss für die Heizperiode in Deutschland gefallen. Ich weiß, dass sich viele von euch nicht nur in der kalten Jahreszeit mit Smart Home beschäftigen und wie sie die eigenen vier Wände effektiv und sparsam heizen können.

Das AFRISO-Gateway

AFRISO-Gateway
Smart Home Gateway im Betrieb

Seit gut fünf Wochen beschäftige ich mich mit der Smart Home Lösung von AFRISO, einem Unternehmen aus Deutschland. Ich möchte euch in diesem Beitrag einen Einblick in die Praxis der Konfiguration und der Definierung von Programmen des Smart Home Herstellers geben. Speziell habe ich mich mit der Heizungssteuerung inkl. Fensterkontakt auseinandergesetzt. Dabei unterscheide ich in Arbeitswoche und Wochenende. Für mich ist das immer wieder ein alltägliches und untereinander vergleichbares Beispiel der Smart Home Hersteller. Natürlich ist das nicht der einzige Test, wenn ich es als solches bezeichnen möchte.

Vorweg soll aber erwähnt werden, dass AFRISO ein System ist, was nicht nur eine Heizungssteuerung beherrscht, sondern weit mehr kann. Das wird besonders ersichtlich durch die Integration von bis zu vier verschiedenen (Übertragungs-)Protokolle – Z-Wave, ZigBee, EnOcean, WLAN.

Konfiguration des AFRISO-Gateway

Das Unternehmen verspricht ein hohes Maß an Sicherheit und das spiegelt sich auch bei der Konfiguration des Gateway wieder. Was heißt das? Die AFRISO-Box ist in der Lage ein eigenes WLAN auszustrahlen oder sich in das bestehende Heim-WLAN zu integrieren.

AFRISO-Gateway Konfiguration
AFRISO-Gateway Konfiguration

Ich habe mich dazu entschieden, dass ich das Gateway in mein bestehendes WLAN integriere. Dadurch existiert eine dauerhafte Internetverbindung und ich kann es unkompliziert mit der AFRISO-App von unterwegs aus steuern. Ihr könnt aber auch einstellen, dass sich die Box nicht mit dem Internet verbinden soll. Euch entstehen dadurch keine Nachteile bei der Konfiguration von Programmen. Das was natürlich dann nicht mehr geht, ist die Steuerung von unterwegs. Bei Software-Updates für das Gateway müssen ebenfalls manuelle Maßnahmen durchgeführt werden und erfolgen nicht per Push-Benachrichtigung über die App.

Im AFRISO-Gateway kann für jedes Familienmitglied ein User und ein dazugehöriges Passwort angelegt werden. Gekoppelt wird das noch mit einem Rechtesystem, wo drei Nutzerrollen zur Auswahl stehen.

Neben diesen Einstellungen kann der Sprachassistent „Alexa“ eingebunden werden. Zusätzlich lässt sich eine Standortfreigabe der Box aktivieren, der aktuelle Softwarestand auslesen oder die LED´s im Gateway in der Helligkeit reduzieren. Die Regelung der Helligkeit finde ich sehr gut, denn diese leuchten bei 100 % sehr stark, was je nach Positionierung der Box als störend empfunden werden kann.

Heizprogramm „Woche“ vs. „Wochenende“
Aller Anfang ist schwer, aber mittlerweile habe ich mich in die AFRISO-Programme reingefuxt. Dank des Hersteller-Supports habe ich auch nicht die Lust verloren oder wurde allein gelassen.
Für alle Heimvernetzer sei gesagt, ihr könnt frei auf der grünen Wiese beginnen eure Programme zu definieren. Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie so was aussehen kann, geben euch die Bilder einen ersten Eindruck.

Wie sieht jetzt meine Smart Home Lösung aus?

Nun, ich habe am AFRISO-Gateway zwei Heizkörperstellmotoren angemeldet. Die zwei Heizkörperregler sind in einer Gruppe „Heizung Wohnstube“ vereint. Damit lässt sich besser arbeiten. Zu meinen weiteren Komponenten gehören ein Wassermelder und ein Rauchmelder. Der Wassermelder ist bei mir mehr oder weniger autark. Der Rauchmelder erfasst wie ein Thermometer die Raumtemperatur. Neben den klassischen Funktionen des Raumelders kann man die Temperaturmesseinheit dazu nehmen, die Gruppe der Heizkörperregler zu steuern. Natürlich ist auch ein Programm denkbar, was bei Rauchalarm alle Lampen im vernetzten Smart Home anschaltet solange noch Strom vorhanden ist.

Was passiert jetzt in der Arbeitswoche?

AFRISO-Gateway Heizprogramm Fensterkontakt
AFRISO Fensterkontakt-Schaltung

Von einer mir festgelegten Zeit fahren beide Heizkörperregler auf eine bestimmte Temperatur. Anschließend läuft ein Stundenzähler rückwärts, der wenn er abgelaufen ist, wieder zufährt. Das ist bei mir gegen 22 Uhr. Wird zwischenzeitlich das Fenster geöffnet, sendet der Fensterkontakt ein Signal, sodass die Regler zufahren. In meinem Fall auf 10 Grad. Damit wird vermieden, dass beim Lüften die Heizkörper weiter heizen oder gar auf Maximum auffahren. Wird das Fenster geschlossen, dann fahren die Heizkörper wieder auf die definierte Heiztemperatur auf.

Was passiert am Wochenende?
Im Grunde ist die Logik für das Wochenende die Gleiche, wie in der Woche – nur mit veränderten Zeiten ggf. natürlich auch mit anderen Temperaturwerten. Durch die Möglichkeit an den Stellmotoren von Hand zu drehen kann ohne App die Temperatur im Raum erhöht oder gesenkt werden. Das Display an den Stellmotoren verrät den aktuell eingestellten Wert. Das aktive Heizprogramm wird dadurch nicht pausiert oder vorzeitig beendet. Die Heizung fährt zur geplant Uhrzeit wieder zu.

Warum gibt es Profile?
AFRISO stellt dem Anwender vier Profile bereit. Diese haben nicht änderbare Namen (Zuhause, Schlafend, Abwesend und Urlaub) und können vom Anwender belegt werden. Standardmäßig sind hinter den Profilen keine Programme hinterlegt und lösen demzufolge auch nix aus. Ich nutze aktuell für meine Konfiguration zwei Programme – Zuhause und Abwesend. Die Profile sind nur in Verbindung mit definierten Programmen nutzbar, welche ausschließlich auf dem AFRISO-Gateway gespeichert sind.

Bei „Zuhause“ sage ich, dass alle Programme unabhängig ob Woche oder Wochenende regulär ausgeführt werden. Das Profil „Zuhause“ ist daher auch aktiv, wenn ich auf Arbeit bin.
Das Profil „Abwesend“ setze ich immer manuell über die AFRISO-App aktiv und wird nur dann genutzt, wenn ich auf Reisen oder mehrere Tage nicht zu Hause bin. Damit unterbinde ich das die Heizung heizt, wenn ich gar nicht da bin.

Weitere Möglichkeiten mit AFRISO Smart Home

Letztlich kommt es auf eure genutzten Geräte an und was für euch relevant ist zu steuern. Ein sicher praktikables Beispiel ist die Heizungssteuerung, kann aber genauso auch eine Überwachung sein, die aus Fensterkontakt im Zusammenspiel mit einer Webcam oder eines elektronischem Türschlosses steht.

Durch die Unterstützung von Z-Wave kommen auch alle die auf ihre Kosten, die mit Schaltsteckdosen, Lichtambiente oder Wetterwerten bzw. Klima und Temperatur arbeiten. Mit der Möglichkeit das ZigBee-Modul nachzurüsten kann auch das recht kostengünstige Smart Home Beleuchtungssystem von IKEA genutzt werden. Mittlerweile lassen sich über 200 Geräte von unterschiedlichen Herstellern einbinden und erweitert sich mit jedem monatlichem Update. Die Sprachsteuerung über Alexa macht das System zukunftsfähig.

Wenn ich die Möglichkeit habe, werde ich mich mit dem IKEA-System in Verbindung mit AFRISO auseinandersetzen. Sicher auch sehr spannend 😉

Folge mir!

Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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