Im vorletzten Beitrag berichtete ich bereits über Netzwerkspeicher (NAS) und deren Möglichkeiten. Heute zeige ich euch das am Beispiel des Herstellers „Synology“ weitere Details und Hinweise.

Synology-Modelle

Der Hersteller Synology verwendet für die verschiedenen Modelle eigene Bezeichnungen.
Als Beispiel soll meine aktuelle DiskStation „DS112+“ dienen.

Das „DS“ steht für DiskStation.
Die „112+“ gibt Auskunft über die Anzahl der Festplatten (erste Zahl). Die weiteren zwei Zahlen spiegeln das Modell wider. Das optionale Zeichen oder der Buchstabe stehen für die Performance (CPU, RAM & Lese-/Schreibgeschwindigkeit) des NAS.
Das „+“ kennzeichnet das Topmodell der Baureihe. Die Bezeichnung ohne jegliches Zeichen nach den Zahlen ist die mittlere Version und die Systeme mit „j“ am Ende stehen für das Einsteigermodell. (mein Stand – keine Gewähr für die Richtigkeit ;))

Der Hersteller bietet Modelllösungen vom Privatanwender über kleine Unternehmen bis zu Großunternehmen an. Ich empfehle generell sich vor dem Kauf intensiv mit NAS-Systemen bzw. diesem oder von einem anderen Hersteller zu beschäftigen.

DSM – das Betriebssystem

synology-update
DiskStation nach DSM-Update

Der DiskStation Manager (DSM) ist das plattformübergreifende Betriebssystem und auf allen Synology Produkten installiert. Mit regelmäßigen Systemupdates wird  der Netzwerkspeicher aktualisiert und mit neuen Features versorgt oder die Kompatibilität zu angrenzenden Geräten vergrößert.

Das Systemupdate lief bisher immer reibungslos und hat noch nie Probleme bereitet – etwas Zeit sollte man einplanen.

Möglichkeiten und Features

Der NAS von Synology kann sehr viel, weit mehr als für einen Privathaushalt erforderlich, wie ich finde. Natürlich spielt die Speicherkapazität eine entscheidende Rolle für was man den NAS alles nutzen möchte. Jedes Synology-NAS-System kann im Grunde die unten aufgeführten Funktionen abbilden.

  • Backupfunktion aller Geräte im Netzwerk (Smartphone, Tablet oder PC/MacBook)
  • Mailserver
  • Cloud-Station
  • Medienserver sowie iTunes Server
  • Content Management System (CMS) sowie Shop-Systeme
  • Virenschutz-Programm
  • DNS- und VPN Server
synology-ds112+_paketzentrum
Übersicht verschiedene Erweiterungen im Paket-Zentrum der DiskStation

In meiner derzeitigen Nutzung dient der Server vorrangig der Datenspeicherung – speziell für Bilder und Videos aus Urlauben oder Familienfeiern, sowie der Archivierung von alten eingelesenen Musik-CDs. Durch die Unterstützung des DLNA-Standards ist es so möglich mit dem TV-Gerät auf den NAS zuzugreifen, um sich die Bilder/Videos von der Couch aus anzusehen.

Synology bietet auch verschiedene Apps für Smartphone und Tablets an, um auf die DiskStation zuzugreifen oder Musik zu streamen.

Als zusätzliche Sicherung habe ich meinen ersten Synology NAS (DS107+) als Backupspeicher im Einsatz, welcher automatisiert wöchentlich eine Kopie vom DS112+ bekommt. Ein Gigabit Netzwerk ist für solche Aufgaben sehr von Vorteil 🙂

Systemsteuerung

In der Systemsteuerung kann man alles Erdenkliche einstellen und verstellen – ACHTUNG!

Über das Anlegen von Nutzern und Gruppen, Netzwerk- sowie Zugriffseinstellungen oder Systemparametern, wie Benachrichtigungen oder Energiefunktionalitäten – jeder der schon mal Administrator sein wollte, kann es hier werden.

synology-ds112+_systemsteuerung
Systemsteuerung des NAS

Die Schlussfolgerung

Ich denke jeder NAS hat seine Besonderheiten – ein Synology NAS ist sehr umfassend und vielseitig, aber auch zuverlässig über mehrere Jahre. Die Anschaffungskosten sind je nach Modell unterschiedlich und man sollte um die 200€ einplanen + die Festplatte, die extra dazu gekauft werden muss.

Für mich steht fest, kein Heimnetzwerk mehr ohne zentralen Datenserver = Netzwerkserver (NAS).

Euer Christian 🙂

Bildquelle: HEIMNETZEN.de

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Christian

Ich bin im Online Marketing tätig und blogge in meiner Freizeit über Smart Home und das vernetzte zu Hause.
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